Pisa, Provinzhauptstadt in Mittelitalien, am Arno, 103.000 E., romanischer Dom mit dem Schiefen Turm und Baptisterium mit Plastiken der Pisanos, Campo Santo (Friedhof, 1278-1463, mit Fresken toskanischer Maler), Erzbischofssitz, Universität (seit dem 12. Jh.). Wirtschaft: Textilien, Porzellan, Flugzeugindustrie. In der Antike und im Hoch-Mittelalter sehr bedeutende Hafenstadt; jetzt ist das Meer 11 km entfernt.
 
 
Torre Pendente mit Dom im Hintergrund
Auf dem Domplatz von Pisa befinden sich neben dem bedeutenden Duomo, dem Baptisterium, und dem ummauerte Friedhof Campo Santo das weltbekannte Wahrzeichen der Stadt, der Torre Pendente, der schiefe Turm von Pisa. Schon kurz nach Baubeginn 1173 begann sich der auf sumpfigem Grund stehende Turm zur Seite zu neigen. Trotz zahlreicher Versuche, die fortschreitende Neigung aufzuhalten ist der 56 Meter hohe Turm heute um 4,50 Meter aus der vertikalen Achse verschoben. Wegen seiner Einsturzgefahr ist er seit 1990 für die Öffentlichkeit gesperrt. Der Baustil des fünfschiffigen Doms ist für viele toskanische Kirchen richtungsweisend gewesen. Die 1063 begonnene Kirche war das erste Gotteshaus auf kreuzförmigem Grundriß mit Vierungskuppel. Über den drei Toren erheben sich vier Zwerggalerien mit Arkadengängen. Das Innere ist bestimmt durch arabische Stilelemente sowie lombardische Einflüße. Ein weiteres bestimmendes Gebäude auf dem Domplatz ist das 1152 begonnene Baptisterium. Diese größte Taufkapelle der Welt besitzt in ihrem Zentrum die um 1260 entstandene Marmorkanzel von Nicola Pisano. 

 
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