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Siena (58.000 Einw.) eine alte römische Stadtgründung, später unter der Herrschaft der Langobarden und Karolinger, wurde im 12. Jahrhundert unabhängige Republik und erlebte in der Folgezeit ihre höchste Blüte. Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Stadt von den Spaniern erobert und fiel danach an das Herzogtum Toskana. Sie erhebt sich reizvoll auf drei Höhenrücken der Monti Chianti, umgeben von einer üppigen Landschaft mit Weinbergen und Olivenhainen, der die Stadt ihren Reichtum verdankt. Siena konnte ihr mittelalterliches Stadtbild, einschließlich der alten Stadtmauern und -tore, bis heute bewahren, was sie zu wohl einer der schönsten Städte der Toskana macht. Das Zentrum bildet der muschelförmige amphitheatrisch ansteigende Platz Il Campo, der zu den schönsten mittelalterlichen Plätzen überhaupt zählt. An seiner geraden Seite liegt der Palazzo Pubblico (frühes 14. Jahrh.) mit dem Torre del Mangia (1325-1344) und der Cappella di Piazza (1352). Gegenüber befindet sich die Loggia della Mercanzia (1417 - 1428), die halb im gotischen und halb im renaissance Stil erbaut ist. Desweiteren liegen hier der Palazzo Sansedoni sowie der Palazzo Piccolomini (1469). |
An den drei Hauptstraßen - Via di Città, Banchi di Sopra und Banchi di Sotto-, die sich auf den Höhenrücken sternförmig bis zur Piazza del Campo hinziehen, liegen die großen Adelspaläste und die eleganten Geschäfte der Stadt. Der ganze Innenbezirk Sienas ist seit 1959 autofrei, und auf diesen drei flach verlaufenden Straßen macht das Flanieren auch jenen Vergnügen, die das Hinauf und Hinab durch die engen Gäßchen als etwas beschwerlich empfinden. |
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An der höchsten Stelle der Stadt (365 m) erhebt sich majestätisch der gotische Dom aus schwarzem und weißem Marmor. Seine Westfassade (1380) zählt zu den schönsten Schöpfungen der damaligen Baukunst, der Fußboden besteht aus 56 Feldern mit Marmorintarsien aus dem 14., 15. und 16. Jahrhundert. Im 14. Jahrh. beschloß die Stadtverwaltung den Bau einer monumentalen Kathedrale in der der heutige Dom das Querschiff bilden sollte. Doch die Pest des Jahres 1348 und plötzlicher Geldmangel machten das vermessene Projekt zunichte. In den unvollendeten Anbauten ist heute das Dommuseum untergebracht. Unter dem Chor des Doms liegt das Baptisterium. Auf der gegenüberliegenden Anhöhe, nordwestlich, die wuchtige Backsteinbasilika S.Domenico, und im Nordosten steht, ebenfalls an dominierender Stelle, die Kirche S.Francesco. Siena hat eine 700 Jahre alte Universität und mit der Accademia Chigiana eine der bekanntesten und berühmtesten Musikschulen Italiens. |
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